Als ich mich in dem Bus setzte, atmetete ich erleichtert auf. Züge gingen häufig in die Hauptstadt. Alles wurde planmässig verlaufen, dachte ich. Aber ich lag falsch. Als ich zum Bahnhof kam, fuhr der Schnellzug vor meine Nase weg. Ich hätte eine halbe Stunde auf den nächsten Schnellzug warten müssen. Aber dann hätte ich mein Termin verpasst. Die einzige andere Möglichkeit wäre, den Bummelzug zu nehmen, und ein paar Haltestellen vor Bern auszusteigen. Aber ich hatte ein grosses Problem; Ich wusste nicht wie ich von dort aus zu mein Zielort gelangen sollte.
Während meine Gedanken durch den Kopf gingen, spürte ich plötzlich wie Gott mich sagen wollte, dass ich Ihm vertrauen sollte. Mir kam folgende Bibelstelle in den Sinn;
„Verlass dich nicht auf eigene Urteilskraft, sondern vertraue voll und ganz dem Herrn! Denke bei jedem Schritt an Ihn; Er zeigt dir den richtigen Weg und krönt dein Handeln mit Erfolg.“ Sprüche 3:5-6
Ein Moment lang stand ich oben auf der Treppe und dachte zurück an die Vergangene zehn Jahre. Damals hätte ich nicht gewusst, auf welchem Weg Gott mich leiten wurde. Aber Er kannte all meine Schritte noch bevor ich geboren wurde. In seiner souveräne Weisheit hatte Er etwas besonderes für mich vorbereitet. Ja, jeder der zu Christus gehört, kann sich an folgende Bibelstelle verlassen;
„Gott hat etwas aus uns gemacht: Wir sind sein Werk, durch Jesus Christus neu geschaffen, um Gutes zu tun. Damit erfüllen wir nur, was Gott schon im Voraus für uns vorbereitet hat“
Jetzt, während ich dort im Nebel stand, konnte ich nur noch ganz wenig von dem was vor mir lag schimmern. Ich kämpfe immer wieder gegen die Versuchung alles in meiner Kontrolle und auf meiner Weise machen zu wollen. Aber jetzt wusste ich, dass ich Ihm meine schwache Hand in Seiner starke Hand geben musste. Er sollte mich leiten. Es gab keine anderen Weg, als Ihm zu vertrauen und gewiss sein, dass Er der ein guter Werk in mir begonnen hatte, es auch zu Ende führen wurde. (Philipper 1:6)
Es war an der Zeit zum Gehen. Ich war sehr gespannt!


